Ein Kerry Blue Terrier
Ein Kerry Blue Terrier, Foto von Eponimm [CC BY-SA 3.0]

Kerry Blue Terrier

Der Kerry Blue Terrier (FCI-Nr. 3) gehört zu der Gruppe der hochläufigen Terrier und hat seinen Ursprung in Irland.

Das Fell gibt es in allen Blau-Schattierungen, schwarze Abzeichen sind erlaubt. Die Welpen werden schwarz geboren, erst im Alter von ca. 18 Monaten ist die endgültige Fellfarbe erreicht. Die Hunde haaren nicht.
Die Schulterhöhe beträgt bei den Rüden ca. 45-49 cm, bei den Hündinnen ca. 44-47 cm. Das Gewicht schwankt je nach Größe zwischen 15-18 kg.

Ursprung und Besonderheiten:
Ende des 18. Jahrhunderts erlitt ein spanisches Boot in der Tralee Bay vor der Grafschaft Kerry Schiffbruch. Einziger Überlebender soll ein blauer Hund gewesen sein, der an Land schwamm und sich über Jahre durch Mut und Selbstbewusstsein hervortat. Man kreuzte diesen Rüden mit Wheaten Terrier, sortierte die blauen Hunde aus und begann damit, eine neue Rasse zu züchten. Es dauerte fast 200 Jahre, bis keine hellen Welpen mehr in den Würfen auftauchten. Wie alle Terrier wurde auch der Kerry Blue in seiner Heimat zur Jagd eingesetzt. Besonders als Begleiter zur Otter- und Dachsjagd war er beliebt, seine Ausdauer und Hartnäckigkeit zeichneten ihn aus.

Heute sieht man den Kerry Blue Terrier kaum noch als Jagdbegleiter. Sein Charme, seine Anhänglichkeit und sein seidenweiches Fell hat ihm einen Platz in den Herzen von Familien beschert. Allerdings hat er sein schneidiges Temperament nicht verloren, er ist Terrier durch und durch. Er ist nicht nur intelligent, mutig und wachsam, sondern mitunter auch sehr eigensinnig. Die Erziehung sollte sehr konsequent durchgeführt werden. Eine frühe Sozialisierung mit Artgenossen ist zwingend notwendig, da der Kerry Blue Terrier zuweilen zum Raufen neigt. Um ihn auszulasten, ist Hundesport in Form von Agility, Obedience oder Fährtenarbeit notwendig. In den letzten Jahren wurde der Kerry Blue auch für die Ausbildung zum Rettungshund entdeckt. Auch wenn er als elegantester Vertreter der Terrier bezeichnet wird, ist er in Deutschland leider immer noch sehr selten anzutreffen.

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