Ein Mudi
Ein Mudi, Foto von Taru T Torpström [CC-BY-SA-3.0]

Mudi

Der Mudi (FCI-Nr. 238) gehört zu der Gruppe der Schäferhunde und hat seinen Ursprung in Ungarn.

Das mittellange, schneckenförmig gewellte Fell ist in den Farben schwarz, weiß und schwarz-weiß erwünscht. Farben wie braun und blond sind erlaubt aber selten. Einige Welpen werden mit Stummelrute geboren. Der Mudi trippelt beim Laufen.
Die Schulterhöhe beträgt bei Rüden und Hündinnen ca. 37-47 cm, das Gewicht schwankt zwischen 8-13 kg.

Ursprung und Besonderheiten:
Die Vorfahren des Mudis sind eine wilde Mischung aus Treibhunderassen wie Pumi, Puli, Altdeutscher Hütehund und Kroatischer Schäferhund. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts begann man in Ungarn, die verschiedenen Hirtenhunderassen untereinander zu kreuzen – man nahm, was gerade da war, wenn man Nachwuchs plante. Ca. 1900 hatte sich trotz all dem Durcheinander ein recht einheitlicher Typ gebildet, mit dem man zufrieden war. Ein Standard wurde aufgestellt, nachdem gezüchtet wurde, auch wenn dieser erst 1966 anerkannt wurde. Der Mudi ging sanfter mit dem Vieh um und bellte weniger als die anderen heimischen Treibhundrassen. Neben Treiben und Hüten der Herden wurde der Mudi auch als Saupacker, Rattenvertilger und Wachhund eingesetzt.

Der Mudi ist nur für extrem sportliche Leute geeignet. Auch wenn er an sich recht robust und anspruchslos ist, stellt sein Bewegungs- und Beschäftigungsdrang eine Herausforderung dar. Kann er sich draußen beim Hundesport auspowern, so gibt er sich sogar mit einer Etagenwohnung zufrieden. Er ist temperamentvoll, gelehrig und selbstbewusst. Wer sich für einen Mudi interessiert, muss sich für die Anschaffung auf den Weg nach Ungarn machen, da diese Hunderasse in Deutschland noch sehr selten anzutreffen ist.

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