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Ein Rhodesian Ridgeback
Ein Rhodesian Ridgeback, Foto von Dana.weignerova [CC BY-SA 3.0]

Rhodesian Ridgeback

Der Rhodesian Ridgeback (FCI-Nr. 146) gehört zu den Verwandten der Laufhunde und hat seinen Ursprung in Südafrika.

Das Fell gibt es in den Farben weizen, rotweizen und dunkelweizen. Eine schwarze Maske und schwarze Ohrenspitze sowie weiße Flecken an Brust und Pfoten sind erlaubt. Als Ridge wird ein Haarkamm auf dem Rücken bezeichnet, auf dem die Haare entgegen des Strichs wachsen.
Die Schulterhöhe beträgt bei den Rüden ca. 63-69 cm, bei den Hündinnen ca. 61-66 cm. Das Gewicht beträgt bei den Rüden ca. 36,5 kg, bei den Hündinnen ca. 32 kg.

Ursprung und Besonderheiten:
Den Rhodesian Ridgeback umgibt ein Mythos. Von Liebhabern wird er gerne als Löwenhund bezeichnet, mit glänzenden Augen wird berichtet, dass dieser Hund in seiner Heimat zur Jagd auf Löwen eingesetzt wurde. Fakt ist, dass die Löwenjagd bereits jahrzehntelang verboten war, bevor es diese Hunderasse gab, deshalb kann es nicht der Wahrheit entsprechen.
Die Vorfahren des Ridgeback waren Hunde mit einem Kamm auf dem Rücken, deren Haare entgegen der Haarrichtung wuchsen. Diese gab es schon im 17. Jahrhundert. Ihre Aufgabe war es, kleine Siedlungen und Dörfer zu bewachen, Herden zu beschützen und Gefahren zu melden. Auch zur Jagd auf Großwild wurden diese Hunde eingesetzt. Erst als die weißen Siedler ins Land kamen und ihre Jagdhunde mitbrachten, wurden diese mit den heimischen Hunden gekreuzt, bis 1922 der erste Standard aufgesetzt wurde.

Ein Rhodesian Ridgeback
Ein Rhodesian Ridgeback, Foto von Daira Signum Canis [CC BY 3.0]
Der Rhodesian Ridgeback besitzt eine würdevolle Ausstrahlung und ein freundliches Wesen. Beides sind Gründe dafür, warum diese Rasse vor einigen Jahren in der Beliebtheit so sehr nach oben geschnellt ist. Seiner Familie gegenüber ist er treu ergeben, Fremden gegenüber zurückhaltend. Sein Selbstbewusstsein setzt viel Geduld in der Erziehung voraus. Da er sehr viel Auslauf benötigt und auch seinen Kopf auslasten muss, bieten sich Obedience und Fährtenarbeit an. Auch als Reitbegleithund und als Begleiter neben dem Fahrrad macht der Rhodesian Ridgeback eine gute Figur. Wer sich einen Hund dieser Rasse in seine Familie holen möchte, sollte sich vorher über den Bewegungs- und Beschäftigungsdrang im Klaren sein, das Leben als Couchpotatoe hat mit Einzug des Welpen ein Ende.


Das komplette Video gibt es auf: Meister Petz TV

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