Ein Shar Pei
Ein Shar Pei, Foto von Luis Miguel Bugallo Sánchez [CC BY 3.0]

Shar Pei

Der Shar Pei (FCI-Nr. 309) gehört zu den Molossern und hat seinen Ursprung in China. Er wird auch als ‚Chinesischer Faltenhund‘ bezeichnet. Der Name Shar Pei bedeutet ‚Sandhaut‘.

Das kurze, borstige Fell ist in den Farben creme, rot, hellbraun, dunkelbraun und schwarz erlaubt. Zwischen der 2.-16. Woche bilden sich bei den Welpen die Falten aus. Die übertriebene Faltenbildung ist bei den erwachsenen Hunden oftmals Ursache für Hautentzündungen. Die Rute wird eng eingerollt über dem Rücken getragen, Zunge und Gaumen sind blau. Die Idiopathische Muzinose kommt bei dem Shar Pei öfter vor als bei anderen Rassen.
Die Schulterhöhe beträgt bei Rüden und Hündinnen ca. 40-51 cm, das Gewicht wurde nicht festgelegt.

Ursprung und Besonderheiten:
Über die Geschichte des Shar Pei ist so gut wie gar nichts bekannt, denn als ‚Arme-Leute-Hund‘ konnten seine Besitzer damals weder lesen noch schreiben und demnach keine Aufzeichnungen oder Dokumente erstellen. Bekannt ist, dass die Hunde hauptsächlich in den Küstengebieten des Südchinesischen Meeres beheimatet waren und dass es keine systematische Zucht gab. Sie wurden als Wach- und vereinzelt auch als Jagdhunde eingesetzt, außerdem soll es sie schon vor unserer Zeitrechnung gegeben haben. Mit der Gründung der Volksrepublik China im Jahre 1949 wurde die private Haustierhaltung verboten, dieses führte fast zum Aussterben der Rasse. Als auch Privatleute wieder Tiere halten durften, suchten einige passionierte Liebhaber dieser Hunde die letzten geeigneten Exemplare zusammen und begannen mit der systematischen Zucht, um diese Rasse zu retten.

Ein Shar Pei
Ein Shar Pei, Foto von M.Peinado[CC BY 2.0]
An dem Shar Pei scheiden sich die Geister – entweder man liebt sein Aussehen oder nicht. Die Kopfform mit der zum Teil stark ausgeprägten Faltenbildung ist nicht jedermanns Sache. Seinen Menschen gegenüber ist der Shar Pei treu ergeben, zu Fremden ist er zurückhaltend und meldet sie zuverlässig. Er wird auch als ‚Ein-Mann-Hund‘ bezeichnet. Er ist wachsam, stolz und eigensinnig, die Erziehung erfordert demnach eine große Portion Konsequenz. Leider neigen besonders die Rüden zu Dominanz Artgenossen gegenüber und gehen keiner Rauferei aus dem Weg. Mitte der 1970er Jahre war der Shar Pei die seltenste Hunderasse der Welt. Die Zahlen haben sich inzwischen erholt und auch in Deutschland sind diese Hunde immer öfter anzutreffen.

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