Ein Sloughi
Ein Sloughi, Foto von Sabine Schlenkrich [CC BY-SA 3.0]

Sloughi

Der Sloughi (FCI-Nr. 188) gehört zu der Gruppe der Windhunde und hat seinen Ursprung in Marokko.

Das kurze Fell gibt es in den Farben sandfarben, rotsandfarben und gestromt, hellsandfarben mit und ohne schwarze Maske und berußtsandfarben mit und ohne schwarzen Mantel. Der Sloughi gilt als sehr reinlich und soll sich sogar nach Katzenmanier reinigen. Bei dem Sloughi tritt die Progressive Retinaatrophie häufiger auf als bei anderen Rassen.
Die Schulterhöhe beträgt bei den Rüden ca. 66-72 cm, ideal sind 70 cm. Bei Hündinnen beträgt die Schulterhöhe ca. 61-68 cm, ideal sind 65 cm. Das Gewicht ist nicht festgelegt.

Ursprung und Besonderheiten:
Auf ca. 3000 Jahre alten ägyptischen Wandzeichnungen kann man die Vorfahren des Sloughi bestaunen. Diese kamen durch arabische Eroberungszüge in den marokkanischen Raum und wurden so zuverlässige Begleiter der Beduinen. Durch die daraus entstandene Selektion entstand ein neuer Typ. Für die Beduinen war eine erfolgreiche Jagd überlebenswichtig. Damit die Hunde ausgeruht auf die Jagd gehen konnten, saßen die Sloughi vor den Reitern im Sattel und wurden erst zur Hetzjagd abgesetzt, wenn Gazellen in der Nähe waren. Nachdem der Sloughi eine Gazelle eingeholt hatte, wurde diese von ihm erwürgt und der Hund wartete solange bei dem erlegten Tier, bis sein Herr ihn erreicht hatte. Heute ist diese Art der Jagd verboten, aber auf die Reinzucht der Tiere wird weiterhin sehr großen Wert gelegt.

Ein Sloughi
Ein Sloughi, Foto von Claggi [CC-BY-SA-3.0]
Wer es draußen sportlich und drinnen ruhig mag, für den ist der Sloughi der richtige Hund. Der Sloughi ist im Haus ausgeglichen und ruhig. Er bindet sich sehr an seine Menschen und benötigt sehr viel Sozialkontakte und Streicheleinheiten. Die Erziehung muss sehr behutsam erfolgen. Fremden gegenüber ist der Sloughi reserviert aber nicht aggressiv. Da es sich bei dieser Rasse um einen Sichtjäger handelt, der es gewohnt ist, bei der Jagd ausdauernd zu sein und eigenständige Entscheidungen zu treffen, ist der Sloughi in den meisten Fällen draußen nicht ableinbar. Ein Haus mit Grundstück wäre daher von Vorteil, regelmäßige Runden neben dem Fahrrad oder Pferd oder als Joggingbegleiter sind ein Muss. Wer seinem Hund das Coursing ermöglichen kann, sollte das auf jeden Fall tun. Auch wenn es sich bei dem Sloughi um einen sehr sanften und angenehmen Zeitgenossen handelt, ist er aufgrund seiner Eigenständigkeit und seines Jagdtriebes nicht unbedingt ein Anfängerhund erster Wahl.

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